Der Lebensbaum

Lebensbaum
Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chibadera-ginkgo.jpg

Das Symbol, ein Baum, erweckt in jedem von uns unterschiedliche Emotionen und Gedanken. Hier sind unsere Gedanken dazu:

Ein Baum, der besitzt Wurzeln. Es ist wichtig, dass diese sicher und fest im Boden verankert sind, damit der Baum bei Sturm oder Unwetter nicht ins Schwanken gerät oder gar seinen Halt verliert. Ebenso ist es für uns alle wichtig, eine stabile Lage zu erreichen, die uns ermöglicht, sicher und sorgloser agieren zu können. Ein Schub, eine Verschlechterung bringt jeden von uns ins Wanken. Mit stabilem, gesundem Wurzelwerk fällt es uns jedoch leichter, diese Emotionen und Ängste aufzufangen und auch mit der Zeit verarbeiten zu können.

Ein Baum hat einen Stamm, mal dicker, mal dünner, aber mit einer Rinde, die ihn schützt. Manchmal da zieht ein Unwetter vorbei und beschädigt die Rinde, manchmal da ritzt ein Liebespaar seine Initialen ein, um an dieses wunderbare Gefühl zu gedenken. So ergeht es auch uns, wir erleben die MS mal traurig und schmerzhaft, aber auch voller Freude, Liebe und schönen Erinnerungen.

Älterer Lebensbaum
Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ginkgo-Baum.jpg

Ein Baum hat eine Krone, sie zeigt wie gut es uns geht. So kann ein Baum langsam austrocknen, die Blätter abwerfen und kahl dastehen, oder er strotzt den Umständen und findet neue Wege für sein Wurzelwerk und die Krone breitet sich wieder aus. Genauso geht es uns, unsere “Krone” kann strahlend schön sein, wenn es uns gut geht, sie wird aber auch damit fertig, wenn es uns nicht so prickeln geht. Sie leidet zwar dann, aber wenn wir uns wieder was Gutes tun uns pflegen oder ausruhen, wird sie schon bald wieder ihr Pracht entfalten.Letztendlich ist es doch so, dass ein Baum, auf gesundem Grund, in stabiler Lage und mit genügend Wasser immer weiter wächst, weitere Triebe schlagen aus, es bilden sich Knospen und daraus erwachsen entweder Blätter, oder kleine Zweige, die zu tragenden Ästen werden.

Das alles braucht Zeit, Monate ziehen ins Land, manchmal Jahre.
Sinnbildhaft für unsere MS und den Umgang damit, erwächst daraus eine Chance, das Leben ganz neu zu leben und zu begreifen.
Jeder von uns gestaltet die Chance, seinen Weg anders, so unterschiedlich wie Bäume sind und so differenziert,  wie sie sich der Umwelt anpassen.

Wir hoffen, dass Ihr einen Bruchteil davon hier auf dem Lebensbaum für euch finden könnt. Ihr sollt euch hier entfalten können, neue Aspekte mit einbringen, die euch wichtig sind. Unser Baum ist Sinnbild für alles, was Hoffnung in sich birgt.

 


Ein Gedicht von Goethe:

GINKGO BILOBA

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt,
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt.
Solche Frage zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich Eins und doppelt bin.

Goethe ist 66 Jahre alt , als er dieses Gedicht schreibt

Und hier noch ein Liedtext von den Puhdys, der doch auch ganz genau passt:

Alt wie ein Baum, möchte ich werden,
genau wie der Dichter es beschreibt.Alt wie ein Baum, mit einer Krone,
die weit, weit, weit, weit, die weit über Felder zeigt.Alt wie ein Baum, möchte ich werden,
mit Wurzeln, die nie ein Sturm bezwingt.Alt wie ein Baum, der alle Jahre so weit, weit, weit,
weit kühlende Schatten bringt.Alle meine Träume fang ich damit ein
alle meine Träume zwischen Himmel und Erde zu sein…Alt wie ein Baum, möchte ich werden,
genau wie der Dichter es beschreibt.Alt wie ein Baum, mit einer Krone,
die weit, weit, weit, weit, die weit über Felder zeigt.Alle meine Träume fang ich damit ein
alle meine Träume zwischen Himmel und Erde zu sein…

Und hier noch was ganz besonderes für Esoterikliebhaber:

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